Haus der katholischen Kirche | Königstraße Stuttgart

Das neue Haus der Katholischen Kirche liegt an der Stuttgarter Königstraße, die im unteren Bereich als Fußgängerhauptachse den Hauptbahnhof mit dem Schlossplatz verbindet. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Kunstgebäude und der Schlossgarten.

Die einmalige Chance an der Domkirche ein neues Grundstück zu erwerben ermöglichte den architektonischen Dialog zwischen neuem Haus der katholischen Kirche und alter Domkirche St. Eberhard. Beide Teile, sollen sich kontrastierend stärken, wobei natürlich die Domkirche als größter und bedeutenster Raum hervorgehoben wurde.
Das Haus der Katholischen Kirche wurde als Winkelbau mit seinen 6 oberirdischen Geschossen berührend im inneren jedoch mit Abstand zur Domkirche St. Eberhard errichtet. Es ragt 2 m in den Luftraum der Königstraße aus, um städtebaulich als weit sichtbares Zeichen auf die besondere öffentliche Nutzung aufmerksam zu machen und die Domkirche stadträumlich zu betonen.

Die Dom-Längsfassade, bisher im Blockinneren verborgen, wurde als Hauptfassade im neuen überdachten öffentlicher Raum quer zur belebten Einkaufsachse sichtbar gemacht. Mit der neuen Wandbearbeitung- 1.555 gespaltene Natursteinplatten aus rotem Maulbronner Sandstein kontrastieren den feinen glatten weißen Kalk-Marmor-Putz – wird die Domkirche im zentralen Raum des Neubaus zusätzlich betont.
Das Erscheinungsbild der Neubaufassaden orientiert sich an den bedeutenden Bauwerken des städtebaulichen Ensembles und sucht den Dialog mit der historischen Baukunst. Maßverhältnisse, Wandaufbau, Fassadengliederung, Fensterteilung und Materialien nehmen Bezug zur dieser wertvollen Bebauung auf.
Im Haus der Katholischen Kirche wurden Licht, kontrastierende Materialien und Farben so aufeinander abgestimmt, dass ein offener und freundlicher Ort an der Domkirche St. Eberhard entsteht.

Baubeginn

  • Oktober 2006

Fertigstellung

  • Januar 2009

Leistungsphasen

  • 1 - 9

Auslobung städtebauliches Gutachten zur Fassadengestaltung Januar 2004

  • 1.Preis Architekturbüro
  • Anton Ummenhofer